Schulprogramm
der Johannes-Brahms-Schule
Präambel
Ziel der Arbeit an der Johannes-Brahms-Schule ist es, ihren Schülerinnen und Schüler eine optimale individuelle Entwicklung zu ermöglichen, indem Fach-, Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz vermittelt werden. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler zu politischem und sozialem Engagement angeregt werden.
Den Rahmen für diese Arbeit geben die verbindlichen schulrechtlichen Bestimmungen, vor allem das schleswig-holsteinische Schulgesetz und die Lehrpläne in den jeweils gültigen Fassungen.
Innerhalb dieses Rahmens formuliert das Schulprogramm der Johannes-Brahms-Schule eine auf den Konsens und die Mitarbeit aller Beteiligten gestützte pädagogische Grundorientierung und ein darauf beruhendes Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre.
Orientierung und Programm ergeben sich aus der Fortschreibung des vorherigen Programms nach dessen sorgfältiger Evaluierung; die positiven Ansätze sollen ausgebaut, die Defizite verringert werden, so dass die Qualität der Ausbildung gesichert und stetig verbessert wird. Das Erreichen der selbst gesteckten Ziele soll Motivation für weitere Veränderungen und Verbesserungen sein. Mit diesem Programm sollen zudem die Kräfte des Kollegiums, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern gebündelt werden, um gemeinsam diese Ziele zu erreichen.
Praktisch geht das Programm dabei so vor, dass es Leitsätze festlegt, an denen sich die Arbeit orientiert, verbunden mit einer Beschreibung des gegenwärtigen Zustands. Anschließend werden die angestrebten Entwicklungsschwerpunkte für die nächsten zwei bis drei Jahre definiert. Den Abschluss bilden Anmerkungen und Vorgaben zur Evaluation.
Programm
Pädagogische Grundorientierung und aktuelle Schulsituation
Gutes Schulklima als Rahmenbedingung für erfolgreiches Lernen: Das Wohlbefinden aller an unserer Schule Tätigen ist uns wichtig. Die Vermittlung von Kompetenzen setzt ein Schulklima voraus, das durch Hilfsbereitschaft, eine höfliche, freundliche und leistungsfördernde Atmosphäre geprägt ist, die Raum zur Entfaltung aller setzt. In diesem Zusammenhang soll die Identifikation aller der Schule verbundenen Gruppen mit der Johannes-Brahms-Schule und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl kontinuierlich gefördert werden.
Das bedeutet im Einzelnen:
1. Zusammenarbeit
Für uns ist die vertrauensvolle, verantwortungsbewusste Zusammenarbeit und gegenseitige Information Voraussetzung für ein gutes Schulklima. Die Zusammenarbeit betrifft alle Ebenen und Gremien:
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- Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern
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- Schulleitung, Kollegium, Schülervertretung und Schulelternbeirat
Dazu gehören an unserer Schule vor allem:
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- regelmäßige Mitteilungen der Schulleitung für das Kollegium, Prinzip der „Offenen Tür“
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- regelmäßige Gesprächstermine der Schulleitung mit Personalrat, Schulelternbeirat und Schülervertretung
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- Elternsprechtag, Info-Broschüre für künftige Schülerinnen und Schüler und deren Eltern
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- JBS-Infoblatt
2. Lernklima
Wir möchten auf der Basis von gegenseitigem Verständnis einen Lernprozess initiieren, der geprägt ist durch Einsatz und Freude. Die Schülerinnen und Schüler sollen in steigendem Maße Vertrauen zu ihren eigenen Leistungen und Fähigkeiten entwickeln und den Lernprozess mitgestalten. Klar definierte Leistungsanforderungen und transparente Beurteilung, die sowohl die Leistung als auch den Entwicklungsfortschritt einbezieht, sollen Leistungsbereitschaft und Motivation der Lehrenden und Lernenden fördern.
Durch ein entschiedenes Vorgehen gegen Gewalt in allen Erscheinungsformen und das Einüben gewaltfreier Konfliktlösungen soll ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und der Akzeptanz entstehen.
Dazu gehören an unserer Schule schon:
- - Bekanntgabe von Notenzwischenständen
- - Erläuterung der Noten zu den Zeugnissen
- - Individuelle Lernpläne
- - Fördermaßnahmen im Verhaltensbereich
- - Klassenkonferenzen/schulische Maßnahmen bezüglich Gewalt gegen Sachen und Personen; Gewaltprävention.
- - Ausgeprägtes pädagogisches Engagement der Klassenkollegien, enge Zusammenarbeit mit dem schulspychologischen Dienst
3. Zusammengehörigkeitsgefühl
Wir möchten, dass jeder Einzelne sich für das Ganze und die anderen Mitglieder der Klassen- bzw. Schulgemeinschaft verantwortlich fühlt, damit die Gemeinschaft einen verlässlichen Bezugsrahmen bietet.
Dazu gehören schon:
- - Klassenreisen
- - jahrgangsübergreifende Fahrten wie Musikarbeitswoche,
- - Projekte, Workshops
- - Wanderungen, Exkursionen, Klassenfeste etc.
- - Turniere, Sport- und Spielfeste
- - Stufenfeste
- - Patenschaften älterer Schülerinnen und Schüler für die Orientierungsstufe
- - Schulkonzerte
- - Theateraufführungen
- - besondere Betreuung der Orientierungsstufenklassen durch Klassenleitungsteams
- - Eltern-Lehrer-Schüler-Aktivitäten (z. B. Chor, Internet-AG, Sport, Spiele, Vorträge, weitere außerunterrichtliche Angebote speziell von Eltern)
- - intensive Schülervertretungsarbeit wie z.B. Verkleidungswoche, Videoabende, Schülerzeitung, Brahmsrock, Stufenfeste.
4. Räumlichkeiten / Gestaltung des Lernumfeldes
Die Räumlichkeiten sollen den Bedürfnissen der an der Schule Tätigen entsprechen.
Dazu gehören schon:
- - Geselligkeit: Cafeteria, Pausenhalle mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten
- - altersgemäße Schulhofgestaltung
- - Ausstellung von Schülerarbeiten in den öffentlichen Räumen
- - grundsaniertes und räumlich erweitertes Gebäudes
- - Arbeitsbücherei mit Stillarbeitsplätzen für Schülerinnen, Schüler und Lehrer, u. a. mit internetfähigen PCs
- - Schließfächern für Schüler / Schülerinnen
Entwickeln und Fördern von Schlüsselqualifikationen
Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und die Fähigkeit zur Kommunikation und konstruktiven Kritik sehen wir als besonders bedeutend für den schulischen Erfolg und die Entwicklung der Persönlichkeit an. Diese Fähigkeiten zu entwickeln und zu fördern betrachten Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler deshalb als wichtige Aufgabe.
1. Unterrichtsgestaltung
Dazu gehören schon:
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zeitgemäße, schulartspezifische Arbeits- und Unterrichtsformen
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- Lernen in praktischen Zusammenhängen, z. B. PING (Praxis in) im Biologie-Unterricht
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- projektorientiertes Lernen, z. B. Projekt- und Fachtage
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- fächerübergreifendes Lernen, u.a. im Unterricht und während der Thementage
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- Lernen mit neuen Medien, z. B. , MedienLotsenSchein, Teilnahme am Projekt „Offener Kanal - Radio Pinneberg, Internetführerscheine und Informationsbeschaffung per Internet im Unterricht
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2. Ausbildung
- individuelle Förderung
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- - Konzepte zur Förderung Hochbegabter (s. Anlage), Stützpunktschule für Hochbegabte
- - Förderung von Schülerinnen und Schülern mit partiellen Lernschwächen (Deutsch-, Englisch- und Mathematik-Förderunterricht in der Orientierungsstufe)
- - Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
- - Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten (Legasthenie, Dyskalkulie)
- - Förderkonzepte (siehe Anhang)
- - Zertifizierung freiwilliger und besonderer Leistungen in und für die Schule im Abgangszeugnis (AG-Teilnahme, Busengel, SV-Mitglied etc.)
- - intensive Schullaufbahnberatung, Beruforientierung (siehe Anhang), Testung durch Geva-Institut
- - Methodikbausteine (siehe Anhang)
- - breit gefächerte Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe, differenziertes Angebot
3. Motivation
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Inhalte, die Lern- und Leistungsanreize bieten
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- insbesondere dadurch, dass sie Bezüge zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler herstellen und den Blick für andere Lebenswelten öffnen, z. B. Zeitung in der Schule, Radioworkshops
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- Betriebs- und Wirtschaftspraktika in Klasse 9 bzw. im 12. Jahrgang;
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- Kooperation mit TUHH
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- Kooperation mit VfL
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- Kooperation mit Unternehmensverband Unterelbe-Westküste e.V.
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- Kooperation mit der chemischen Industrie Nord
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- Kooperation mit dem Offenen Kanal SH
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- Kooperation mit Golfverband
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Regelmäßige Teilnahme an folgenden Wettbewerben:
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- Jugend trainiert für Olympia
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- Vorlesewettbewerb
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- Mathematik-Olympiade, Bundeswettbewerb Mathematik, Lange Nacht der Mathematik
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Förderung außerunterrichtlicher Schüleraktivitäten
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- Arbeitsgemeinschaften zu verschiedenen Themenbereichen
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- Arbeitstagungen der SV
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- Musik-Gruppen
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- Sportangebote
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- Planspiele, z.B. Polis, WIWAG (Wirtschaftswochen AG)
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4. Umgang mit neuen Medien
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Stärkung der Medienkompetenz durch
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- problemlosen Zugang zur Internetnutzung für alle Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte
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- technische bzw. formale Medienkompetenz, dazu gehören die grundlegenden Kenntnisse über das Internet und die Benutzung seiner Dienste in der täglichen Arbeit (Bedienung und Benutzung)
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- Informationskompetenz; d.h.: Fähigkeit zur aktiven und verantwortungsvollen Nutzung von Medien in sozialen Interaktions- und Kommunikationszusammenhängen (Referate und Unterrichtsgestaltung durch elektronische Medien)
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- Einsatz von gängigen Schreib- und Tabellenkalkulationsprogrammen sowie Bildbearbeitungsprogrammen
- - Einsatz von Multimedia Lernsoftware
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5. Kommunikation
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Förderung der Kommunikation und Diversifizierung des Schulangebotes
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- Erweiterung des Unterrichtsangebots durch Kooperation mit Nachbarschulen
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- Organisation längerer Auslandsaufenthalte für Schülerinnen und Schüler möglichst ohne Wiederholung der Klassenstufe
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- schulinterne Beratungsstelle für Austauschprogramme (Eltern, SV)
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- Filmveranstaltungen in der Originalsprache (SV)
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- Vortragsreihe zu naturwissenschaftlichen Themen (Eltern, Schülerinnen und Schüler, Fachschaften)
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- Kontakte zu außerschulischen Organisationen und Beratungsstellen (z.B. Drogenberatung, Geschwister-Scholl-Haus, vgl. auch Kooperationen)
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Soziale Verantwortung, gegenseitige Achtung und Toleranz als ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit
Im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrages ist es in besonderem Maße wichtig, Kindern und Jugendlichen Hilfestellung beim Erwachsenwerden zu geben. In diesem Prozess werden sie von Eltern und Lehrerkräften unterstützt, neben fachlichen und methodischen Fertigkeiten ihre Persönlichkeit zu entfalten und in der Begegnung mit anderen zu formen. Deshalb betrachten wir es als Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit, die soziale Kompetenz zu entwickeln.
Dazu gehören schon:
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Der Einsatz folgender wissenschaftlich entwickelter Programme:
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- Lion’s Quest
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- Suchtprävention
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- Busengel
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bewusste Gestaltung des Klassenlebens:
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- Erarbeitung und Durchsetzung sozialer Regeln / Kontrakte
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- ritualisierte Umgangsformen
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- Team-Modell in Klasse 5 bis 7 (möglichst mit männlicher und weiblicher Lehrkraft)
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- gemeinsame Unternehmungen der Klasse (z. B. Wandertage, Klassenfeste)
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- umfangreiches und finanziell verantwortbares Klassenfahrten-Programm
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- Erlebnispädagogik
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- Patenschaften innerhalb der Schule (Orientierungsstufe)
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Soziales Engagement:
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- - Teilnahme an Aktionen von „Schüler helfen Leben“
- - Basar für soziale Zwecke
- - Unterstützung des Schüleraustauschs (Livermore, Kanada, Pays de la Loire, Genf)
- - Organisation von Auslandsaufenthalten (Panama)
- Jahrgangsaufgaben
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- - 5. Klassen: Jahreszeitendekoration in der Schule
- - 7. Klassen: Organisation der Unterstützung eines Entwicklungslands
- - 8. Klassen: Organisation je eines Stufenfestes und Sportfestes für 7/8
- - 10. Klassen: Sicherung des Fahrradkellers, Organisation eines Sportturniers für 9/10, Individuelle Patenschaft für Fünftklässler
- - 11. Klassen: Individuelle Patenschaft für Fünftklässler
- - 12. Jahrgang: Sauberkeit, Instandhaltung des Innenhofs Betreuung und Unterstützung des 13. Jahrgangs beim Abitur
Der Musikzweig als inhaltliche Schwerpunktbildung
Das Profil der JBS weist den Musikzweig der Klassen 5 bis 10 auf, der in besonderer Weise unsere pädagogische Grundorientierung trägt und eine lebendige und vielfältige Musikkultur an unserer Schule schafft.
Das Angebot des verstärkten Musikunterrichts haben wir für Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Interesse, einer hohen Motivation und Leistungsbereitschaft für Musik eingerichtet. Diese Voraussetzungen werden in einem Eingangstest überprüft.
Der Musikzweig leitet im Sinne einer ganzheitlichen Bildung zu theoretischem, emotionalem und praktischem Umgang mit Musik verschiedener Epochen und Stile an, bietet den Schülerinnen und Schüler mit Musik eine zusätzliche Möglichkeit zur Identifikation.
1. Organisation
Der Musikzweig wird in folgender Weise durchgeführt:
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- Musikzweig durchgängig bis Kl. 10
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- Musikklassen 5 – 7, 9 u. 10 erhalten eine zusätzliche reguläre Musikstunde, Musikklasse 8 erhält zwei Musikstunden (abweichend von der Stundentafel)
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- Wahlpflicht-AG in Kl. 5 – 8
2. Inhalte
Im Musikzweig werden über die Lehrplanarbeit hinaus folgende Punkte gefördert:
- - Differenzierung der Hörfähigkeit mittels Hör- und Notentextanalyse unter intensiver Berücksichtigung klassischer Musik
- - rhythmischer Bereich: Schulung des rhythmischen Körperbewusstseins
- - vokaler Bereich: Stimmbildung, mehrstimmiges Singen, Singen in kleinen Ensembles, Solosingen
- - Instrumentalbereich: Musizieren im Klassenverband, Liedbegleitung, interne Musizierstunden, Klassenkonzerte
- - solistische bzw. kammermusikalische Fähigkeiten durch regelmäßige Soloabende
- - szenisches Spiel: fächerübergreifende Musiktheaterprojekte in Kl. 5-7, Improvisationstheater
- - Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Haus und der Schule in Hemsbach für Band-Projekte
- - Konzertjahresprogramm
- - Mittelstufe: Projektunterrichts, nach Schülerinteresse weitere Möglichkeiten der Begegnung mit Musik
- - Partizipation am regionalen Kulturleben
Alumni
Es ist eine Arbeitsgruppe „Ehemalige“ eingerichtet. Diese Arbeitsgruppe hat zur Aufgabe
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- sich als wohlbekannter Ansprechpartner für die abgehenden als auch für die bereits abgegangenen Schülerinnen und Schüler zu etablieren
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- das Ziel einer Identifikation mit der Schule auch über die Schulzeit hinaus zu fördern, durchaus auch verbunden mit den Aktivitäten des „Vereins der Freunde“
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- Hilfestellung zu geben bei der Vorbereitung, Information und Organisation von Ehemaligentreffen (z. B. bei der Adressenbeschaffung)
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- Kontakt zu halten bzw. zu vermitteln z. B. via Internet
Evaluation
Die Schulkonferenz beruft eine Steuerungsgruppe ein. Diese wacht über die Umsetzung des Schulprogramms, legt bei jeder regulären Schulkonferenz einen Bericht zum Arbeitsstand (Fortschritte, Hemmnisse, Abhilfe) vor und kann ihrerseits ständig von allen Gremien der Schule entsprechende Berichte einfordern. Die Ergebnisse der Evaluierung werden dokumentiert.
Mögliche neue Arbeitsfelder ab Schuljahr 2008 / 2009
In den nächsten Jahren wollen wir vorhandene Stärken ausbauen, neue Schwerpunkte setzen und an der Verminderung erkannter Schwächen arbeiten.
Stärkung der Eigenverantwortung
saubere Schule und rücksichtsvoller Umgang mit Gemeineigentum
Schaffung langfristiger Auslandskontakte
Projekte mit Partnerschulen im Ausland
Arbeitsfelder:
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- Ganztagsschule
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- Fortentwicklung der Konzepte siehe Anhang
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- Ausbildungsschule
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- Förderkonzept
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- Methodenkonzept
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- Berufsorientierungskonzept
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- **Alumni (Ehemalige, Tm, Kt, Fs, Bt)
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- Umsetzung des Schulgesetzes:
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- Profiloberstufe
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- G8
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- Vermeidung des Sitzenbleibens
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- Innenhofgestaltung
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- Eintreten für räumliche Erweiterung der JBS, Verbesserung des Lernumfelds (z.B. auch die Sanitäranlagen, Sporthalle, Klassenräume)
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- **Überarbeitung Jahrgangsaufgaben
Ausbildungskonzept Johannes-Brahms-Schule Pinneberg (Stand Februar 2005)
Grundlagen
Die Ausbildung von StudienreferendarInnen an der JBS orientiert sich an den fachdidaktischen und pädagogischen Qualitätsstandards des IQSH und an dem Schulprogramm der JBS.
Organisation der Ausbildung
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Die ReferendarInnen erteilen zehn Stunden eigenverantwortlichen Unterricht, davon mindestens die 1 Halbjahr in der Oberstufe. Sie hospitieren im Unterricht der Ausbildungslehrkräfte und im Unterricht anderer KollegInnen nach Absprache. Die ReferendarInnen dokumentieren die Unterrichtsbesuche. Der Mittwoch bleibt der modularen Ausbildung außerhalb der Schule vorbehalten.
Die ReferendarInnen nehmen am Schulleben teil und gestalten es mit. So können sie z.B. Arbeitsgemeinschaften für SchülerInnen anbieten, an der Weiterentwicklung des Schulprogramms mitwirken und Schulveranstaltungen mitorganisieren. In der Regel sollte der Referendar / die Referendarin während der Ausbildung mindestens eine Wanderfahrt begleiten.
Die ReferendarInnen nehmen an Konferenzen und allen anderen Dienstveranstaltungen teil, sofern der Termin mit der außerschulischen modularen Ausbildung vereinbar ist. Sie übernehmen Aufgaben in der Schulverwaltung oder Schulorganisation wie Klassenleitungen, Pausenaufsichten usw.
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Die Schulleiterin benennt die Ausbildungslehrkräfte. Dies erfolgt im Einvernehmen mit der Ausbildungslehrkraft und erfordert ihre Bereitschaft, an den Zertifizierungsmaßnahmen des IQSH teilzunehmen. Die Ausbildungslehrkräfte erhalten zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben Stundenerlass.
Die Ausbildungslehrkräfte hospitieren kontinuierlich im Unterricht des Referendars/der Referendarin und analysieren den beobachteten Unterricht. Die Voraussetzung dazu wird über den Stundenplan geschaffen. Die Ausbildungslehrkräfte beraten die ReferendarInnen, leiten sie an und begleiten sie während der gesamten Ausbildung. In Abstimmung mit dem Referendar / der Referendarin werden Zielvereinbarungen für den Fortgang der Ausbildung in dem Fach getroffen.
Ein Wechsel der Ausbildungslehrkraft während der Ausbildung ist in der Regel nicht vorgesehen.
Zwischen Schulleiterin und den Ausbildungslehrkräften erfolgt regelmäßig ein Informationsaustausch über den Stand der Ausbildung. Die Ausbildungslehrkräfte informieren die Schulleiterin frühzeitig, falls sich während der Ausbildung Probleme ergeben.
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Die FachkollegInnen verständigen sich in den jeweiligen Fachschaften über zu erreichende Mindestlernziele für die einzelnen Jahrgänge, die Stoffverteilung, den Umgang mit Lernmitteln und andere fachspezifische Gegebenheiten wie Nutzung und Pflege von Fachräumen. Die Ausbildungslehrkräfte vermitteln diese Rahmenvorgaben den ReferendarInnen.
Gültige Beschlüsse der Fachschaften werden den ReferendarInnen von den FachleiterInnen zugänglich gemacht.
Die Fachschaften stellen sicher, dass die ReferendarInnen bei den FachkollegInnen hospitieren können.
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Die Schulleiterin delegiert Teile ihrer Aufgaben bei der Ausbildung von Lehrkräften und ernennt eine Ausbildungsleiterin / einen Ausbildungsleiter.
Sie / er ist unabhängig von der fachlichen Ausrichtung für die an der JBS auszubildende Gruppe von ReferendarInnen zuständig, fördert die Interaktion innerhalb der Gruppe und bietet Ausbildungssitzungen für sie an. Diese Sitzungen finden in der Regel im 14-tägigen Rhythmus statt und dauern 90 Minuten.
Teilweise werden die Themen der Sitzungen vorgegeben, so sind Pflichtthemen z.B. pädagogisches Leitbild der JBS, unerwünschtes Schülerverhalten – Ursachen und Reaktionen darauf, Gesprächsführung, Aufgaben der Klassenleitungen. In diesen Sitzungen soll auch eine Vorbereitung auf das Examen geleistet werden, sodass auf der Themenliste ebenfalls Unterrichtsbeobachtung und Reflexion, der schriftliche Unterrichtsentwurf, Prüfungsaufgaben, Hausarbeit und Portfolio u.ä. stehen. Darüber hinaus gibt es Wahlthemen nach Wunsch und Absprache mit den ReferendarInnen.
Die Ausbildungsleiterin / der Ausbildungsleiter organisiert gegenseitige Unterrichtsbesuche der ReferendarInnen oder auch Hospitationen an benachbarten Schulen. Sie / er leitet die Aussprache über den beobachteten Unterricht. Hierfür und für die Ausbildungssitzungen ist der Dienstag vorgesehen. Über den Stundenplan wird die Möglichkeit dazu geschaffen.
Die Ausbildungsleiterin, der Ausbildungsleiter beruft einmal pro Halbjahr eine gemeinsame Sitzung aller an der Ausbildung der ReferendarInnen Beteiligten ein, um die Kooperation untereinander zu stärken und Absprachen zu treffen. Gleichzeitig kann hier ein Feedback über die laufende Ausbildung gegeben werden.
Die Ausbildungsleiterin / der Ausbildungsleiter führt mit den ReferendarInnen Orientierungsgespräche. Sie / er berät die Schulleiterin bei der Notenfindung am Ende der Ausbildung.
Zur Wahrnehmung der Aufgaben erhält die Ausbildungsleiterin / der Ausbildungsleiter ein Zeitbudget.
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Die Schulleiterin überwacht die Ausbildung der ReferendarInnen. Sie schafft die organisatorischen Strukturen, um eine möglichst effektive Ausbildung zu gewährleisten. Die Schulleiterin hospitiert in der Regel die ReferendarInnen zweimal pro Halbjahr. Ab dem 3. Halbjahr sind Stundenentwürfe vorzulegen. In den Hospitationsstunden ab dem 3. Semester sollte in der Regel die Mentorin, der Mentor anwesend sein.
Die Schulleiterin stellt die Einführung in das Schulrecht, Dienstrecht usw. sicher.
Beurteilung
Die Dienstvorgesetzte der ReferendarInnen ist die Schulleiterin; in dieser Funktion verfasst sie am Ende der Ausbildung ein benotetes Gutachten, das Bestandteil des zweiten Staatsexamens ist.
Die Beurteilungskriterien werden in geeigneter Weise den ReferendarInnen transparent gemacht.
Grundlage für die Beurteilung sind zunächst einmal die gleichen Kriterien wie für die Leistungsbewertung aller anderen Lehrkräfte. Hinzu kommen Leistungen in den Hospitationsstunden, Fähigkeit zur Selbstreflexion und Nutzung der Entwicklungspotenziale. Das 1. Semester ist von einer Benotung zunächst einmal freigestellt, außer der Referendar / die Referendarin zeigt hier schon deutlich überdurchschnittliche Leistungen.
Spätestens ab dem 3. Semester erfolgt eine Benotung der Hospitationen.
Darüber hinaus können Beobachtungen der Ausbildungslehrkräfte mit einbezogen werden. Die Ausbildungsleiterin / der Ausbildungsleiter berät die Schulleiterin bei der Notenfindung.
Gültigkeitsdauer
Das Konzept gilt bis zum Februar 2007.
Die Sinnhaftigkeit der einzelnen Vorgaben und ihre Umsetzbarkeit in der Praxis werden während dieses Zeitraums kontinuierlich überprüft und bei Bedarf im gegenseitigen Einvernehmen der an Ausbildung Beteiligten weiterentwickelt oder ergänzt.
Eine abschließende Evaluation des Konzepts findet spätestens bis zum 31. Januar 2007 statt und mündet in einer Neufassung des Ausbildungskonzepts.
Förderkonzept der JBS
Grundsätzliches
Die Johannes-Brahms-Schule hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einer Offenen Ganztagsschule weiterentwickelt. Neben familienpolitischen Erwägungen standen hierbei die besseren Fördermöglichkeiten von Schülern und Schülerinnen - insbesondere auch aus sozial schwächeren Schichten - im Vordergrund. Der Ansatz ist schlicht: Wenn wir die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag stärker an uns binden, erhöhen wir unseren pädagogischen Einfluss, können mit unseren vielfältigen Angeboten neben Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zur Persönlichkeitsbildung beitragen, Einzelne effektiver fördern und Kompetenzen über den Unterricht hinaus vermitteln.
Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Nachmittagsangebots der „Offenen Ganztagsschule“ sind daher immer gleichzeitig „Förderunterricht“. Die Vielfalt spricht Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Weise an. Immer aber haben die AGs durch ihre Freiwilligkeit als Basis das selbstbestimmte, selbstverantwortete Lernen und bilden diese Fähigkeit heraus. Darüber hinaus können Begabungen sich in den AGs hervorragend entfalten.
Unsere Arbeitsgemeinschaften werden zum größten Teil von Lehrkräften betreut, einige von Schülerinnen und Schülern, eine von Eltern. Der benachbarte Sportverein (VfL Pinneberg), der Golfverband, die Musikschule kooperieren mit der JBS.
Schüler und Schülerinnen der Karl-Sörensen-Schule (Realschule) können an dem Ganztagsangebot der Johannes-Brahms-Schule teilnehmen. Diese Öffnung verdeutlicht die gut nachbarschaftliche Zusammenarbeit im Zentrum Pinnebergs, soll zugleich helfen, Hemmschwellen beim Wechsel von einer Schule zur anderen herabzusetzen, vor allem jedoch die Durchlässigkeit nach „oben“ erhöhen. (*1)
Fördermaßnahmen
Orientierungsstufe
Klassenleiterteams in der Orientierungsstufe haben in der Regel eine Lions Quest-Fortbildung durchlaufen. Elemente des Programms werden verpflichtend in der Orientierungsstufe eingesetzt, um die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu befördern.
Es bestehen schon einige Methodikbausteine für die Orientierungsstufe, die Arbeit daran muss fortgesetzt, von KollegInnen abrufbare standardisierte Elemente für den Unterricht müssen erarbeitet werden. (*2)
Methodentraining, Anwendung und Verfeinerung der Methoden sollen stärker als bisher in den Schuljahreslauf integriert werden. Thementage zum Methodenlernen werden eingerichtet (Zeitschiene: im Januar, kurz vor Halbjahresschluss), deren Ablauf wird von einer Arbeitsgruppe erarbeitet und ein Programm den KollegInnen zur Verfügung gestellt. (*2)
Zu entwickeln sind Kurz-Lehrgänge für Schülerinnen und Schüler, die hinsichtlich Lern- und Arbeitstechnik, Verhalten (z.B. besonders unkonzentrierte oder auch besonders stille SchülerInnen), Präsentation und Rhetorik, Computernutzung etc Defizite aufweisen. (*2)
Bevor jedoch eine gezielte Förderung begonnen wird, müssen geeignete Diagnoseinstrumente erstellt oder anderweitig beschafft werden. Die Kompetenzerwartungen müssen formuliert werden. U.a. die Klassenkonferenz stellt die Notwendigkeit zur Teilnahme an einem Lehrgang fest, im Lernplan kann dies bei Bedarf mit den SchülerInnen und Eltern vereinbart werden. (*3, Herr Heyn hat begonnen, für die Mittelstufe Material zusammenzustellen)
5. Jahrgang: Im Zusammenhang mit der Lernplanerstellung beschließt die Klassenkonferenz darüber hinaus zu den Halbjahreszeugnissen, welche Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr Förderunterricht in den A-Fächern (Lehrkräfte) erhalten sollen. Gleichzeitig wird festgelegt, welchen Schülerinnen und Schülern dringend der Besuch der Hausaufgabenhilfe (Ehrenamt) angeraten wird.
6. Jahrgang: Der Förderunterricht wird im ersten Halbjahr bei Bedarf fortgesetzt, neue Schülerinnen und Schüler werden dazu verpflichtet. Die Hausaufgabenhilfe steht weiterhin zur Verfügung.
Ab Eintritt in die Orientierungsstufe bis zum Ende der Klassenstufe 6 findet eine intensive Legasthenikerförderung (Lehrkräfte) in Gruppen statt. Es ist zu prüfen, inwieweit diese Förderung in der Mittelstufe fortgesetzt werden kann. Gleichzeitig können die Schüler und Schülerinnen über den Schulverein die Hilfe von Lerntherapeuten (Honorarkräfte) in Anspruch nehmen. Diese Förderung soll auf Dyskalkulie ausgeweitet werden. (Verantwortlich zeichnet hier die Elterninitiative zur Förderung LRS-Kinder / Verein der Freunde)
Am Ende der 6. Jahrgangsstufe werden mit den Eltern Orientierungsgespräche geführt. Schwächeren Schülerinnen und Schülern wird der Übergang zur Realschule angeraten mit der Option, nach der 10. Klasse bei entsprechender Leistung wieder an der JBS Aufnahme zu finden. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der benachbarten Karl-Sörensen-Schule erleichtert Eltern und SchülerInnnen diesen Schritt. (hier: erklärtes Ziel – möglichst viele SchülerInnen fähig für die Oberstufe zu machen)
Mittelstufe
Nachdem in den vergangenen Jahren wir uns intensiv mit der Orientierungstufe beschäftigt haben, wollen wir einen Schwerpunkt unserer Arbeit in der Mittelstufe setzen.
In der Mittelstufe erleiden viele Schülerinnen und Schüler Leistungseinbrüche. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Schülerinnen und Schülern über diese schwierige Zeit hinwegzuhelfen und die schulischen Leistungen zu stabilisieren. Unser Ziel ist es, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler, die die intellektuelle Anlage dazu haben, die Mittelstufe erfolgreich abschließen.
Wichtig ist hier die Diagnose der bei den Schülerinnen und Schülern auftretenden Schwierigkeiten. Diagnoseinstrumente sollten sowohl den Stand der Persönlichkeitsentwicklung, das Lernverhalten als auch die Kompetenzen hinsichtlich der Bildungsstandards beschreiben. Fortbildungen von KollegInnen in diesem Bereich sind unabdingbar. Prinzipiell gilt hier das Gleiche wie für die Orientierungsstufe(* s.o.)
Für die Jahrgänge 7 und 8 steht die Hausaufgabenhilfe weiterhin zur Verfügung, die Teilnahme ist freiwillig. Allerdings kann durch die Klassenkonferenz auch eine entsprechende Empfehlung für den Lernplan erfolgen.
Teilweise ist der Unterrichtsstoff zu komplex, als dass SchülerInnen ihn sich nach einer lerndemotivierten Phase selbst wieder aneignen könnten. Die Lücken in einzelnen Fächern werden größer, die Motivation sinkt weiter. Unsere guten Erfahrungen mit Förderunterricht in Französisch (Lehrkräfte) in der Mittelstufe bestärken uns darin, weiterhin dafür Stunden einzusetzen bzw. das Angebot auf Physik oder auch Latein auszuweiten. (*5)
Bewährt haben sich auch Vierteljahreskurse in Kleingruppen mit Schwerpunkt auf Arbeitstechniken und Arbeitsverhalten (Lehrkräfte). Speziell angesprochen wurden hier in der Vergangenheit Jungen, denen eine Nicht-Versetzung drohte; erteilt wird dieser Förderunterricht von männlichen Lehrkräften, die sich z.T. hinsichtlich Jungenförderung fortbilden. Wenn mehr personelle Mittel zur Verfügung stehen, kann an dieser Stelle noch erfolgreicher gearbeitet werden. (*6)
In der Vergangenheit gab es Projekte „Lernen durch Lehren“: Entsprechend durch Lehrkräfte geschult, helfen ältere SchülerInnen jüngeren bei Problemen weiter (keine klassische Nachhilfe, eher eine Art Patenschaft, positive Effekte sollten für beide Seiten dabei entstehen). Erste Erfahrungen mit Leistungskursen, die für das Leistungsfach ein Projekt mit jüngeren Jahrgängen vorbereitet haben, sind ermutigend, hier weiter zu experimentieren. Die konkreten Rahmenbedingungen müssen mit interessierten SchülerInnen ausgearbeitet werden (*7).
Solange es noch die Nicht-Versetzung gibt, wird nicht-versetzten Schülerinnen und Schülern bei Erfüllung der Rahmenbedingungen die Nachprüfung angeboten. Das Instrument der Nachprüfung hat sich als sinnvoll erwiesen, denn es zwingt die Schülerinnen und Schüler, schwerpunktmäßig Wissenslücken zu schließen und stärkt das eigenverantwortliche Lernen – bei Erfolg ist der Gewinn ein Schuljahr.
In besonders kritischen Einzelfällen (ausgeprägtes Schwänzen, drohendes Schulversagen, deutliche Verhaltensauffälligkeiten) wird den Schülerinnen bzw. vornehmlich den Schülern ein Mentor (Lehrkraft) zur Seite gestellt, der individuell auf die Probleme eingeht und versucht, den Schüler / die Schülerin zu stabilisieren. Dieser Mentor sollte nicht dem Klassenkollegium angehören. (*6). Der schulpsychologische Dienst wird zusätzlich in Anspruch genommen.
Sobald ein Schüler oder eine Schülerin eine zusätzliche Förderung erhält, muss er oder sie mit der Schulleiterin einen Vertrag (bzw. Lernplan) abschließen, der vorher fallbezogen auszuhandeln ist.
Orientierungs- und Mittelstufe
Über diese Fördermöglichkeiten hinaus bietet die SV die Dienste einer Schüler-Nachhilfe-Agentur an: In der Schule und im engen Kontakt mit den betreffenden Fachlehrkräften helfen ältere Schülerinnen und Schüler den jüngeren gegen ein geringes Entgeld in problematischen Fächern weiter.
Jeweils zu den Halbjahreszeugnissen beraten die Klassenkonferenzen darüber, wem das Springen angeboten werden soll. Dafür gibt es folgendes Verfahren:
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Die SchülerInnen erhalten ca. 6 Wochen vor Schuljahresschluss in den Kernfächern Förderunterricht, dazu werden sie aus dem normalen Unterricht herausgezogen.
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Die SchülerInnen erhalten zur gleichen Zeit auch die neuen Lehrbücher und detaillierte Anweisungen durch die Lehrkräfte der aufnehmenden Klasse.
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Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, vor der Entscheidung in die neue Klasse „hineinzuschnuppern“.
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Die neue Klasse wird durch die Lehrkräfte auf die Situation vorbereitet.
In besonderen Fällen kann einem Schüler / einer Schülerin der Unterricht in einer höheren Klasse in einem Fach ermöglicht werden. Auch reagiert die Schule flexibel, wenn ein Schüler / eine Schülerin als GasthörerIn die Universität (eher Oberstufe) besuchen möchte. Vor allem die Kooperation mit der TUHH bietet hier Fördermöglichkeiten für begabte Schülerinnen und Schüler.
Als Stützpunktschule bietet die JBS Arbeitsgemeinschaften für hochbegabte Schülerinnen und Schüler an.
Die Migrantenförderung vermittelt Schülerinnen und Schülern mit noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen bzw. mit Schwierigkeiten im schriftlichen Ausdruck die nötigen Fähigkeiten in Kleingruppen. Die Förderung setzt nach der 8. Klasse ein (zuvor verbleiben Schülerinnen und Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen auf der Hauptschule, wo sie intensiv in Deutsch gefördert werden und spätestens zur 9. Klasse zu uns kommen; ältere SchülerInnen werden bei uns gefördert ). Schwerpunkt der Förderung sind die 10. und 11. Klasse. Ein Vorschlag zur konkreten Durchführung liegt vor (vgl. Anlage) und soll getestet werden (*8)
Neben den äußeren Fördermaßnahmen werden parallel dazu im Zuge der Unterrichtsentwicklung binnendifferenzierende Unterrichtsmethoden erprobt und durch interne wie externe Fortbildungen verstärkt in den Unterrichtsalltag integriert. Der Rahmen hierfür wird in dem nun fortzuschreibenden Schulprogramm formuliert.
Oberstufe
Die Durchlässigkeit für begabte Realschülerinnen und -schüler nach Erreichen eines qualifizierten Abschlusses wird gewährleistet.
Schülerinnen und Schüler der Realschule stellen sich mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 10 vor. Wenn eine Aufnahme wahrscheinlich ist, erhalten sie zumindest an unserer Partnerschule, der Karl-Sörensen-Schule, Förderunterricht in Mathematik, Englisch und Deutsch., um sich hier dem gymnasialen Niveau anzugleichen und Arbeitsweisen am Gymnasium einzuüben. SchülerInnen aus den Realschulen dürfen im Vorfeld einige Tage am Unterricht teilnehmen, um die Entscheidung fürs Gymnasium zu erleichtern. Nach dem Übergang erhalten RealschülerInnen bei Bedarf und wenn es die Personallage zulässt, nun von uns Förderstunden in Mathematik, Englisch und Deutsch. (*9)
(*) = Es besteht Bedarf an Lehrerstunden, um die Strukturen zu schaffen.
Die Schulkonferenz vom 30. 03. 2006 hat diesem Förderkonzept zugestimmt und der Schulleiterin den Auftrag erteilt, sich um Mittel aus dem Förderfond zu bemühen.
Antrag
Ausgangslage
Die Johannes-Brahms-Schule ist ein Gymnasium mit mehr als 1100 Schülerinnen und Schülern. Die JBS liegt im Stadtzentrum, ist für alle Pinneberger SchülerInnen ebenso wie für SchülerInnen aus dem Kreis gut zu erreichen. Im Einzugsbereich liegen Gebiete mit hochwertigem Wohneigentum, aber auch Sozialwohnungen oder andere preiswerte Unterkünfte.
Der soziale Hintergrund der Schülerschaft umfasst also ein großes Spektrum, wobei die Haushalte mit finanziellen Schwierigkeiten deutlich zunehmen – für uns daran abzulesen, dass Wanderfahrten ohne Hilfe nicht bezahlt, Arbeitshefte nicht beschafft werden können oder keine Bücher, Zeitschriften vorhanden, Theaterbesuche unüblich sind usw. Andererseits gibt es gleichzeitig viele Elternhäuser, die großen Wert auf Bildung und Schulerfolg legen, sowohl in der Lage als auch bereit sind, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren.
Eine Vielzahl von Kindern mit Migrationshintergrund besucht die Schule. Genaue Prozentzahlen lassen sich nicht nennen, denn eine Erhebung der Daten ist bislang nicht systematisch geschehen, erweist sich zudem als schwierig: Es geht nicht darum, einfach Kinder nicht-deutscher Nationalität zu erfassen, sondern alle, deren Eltern – oder ein Elternteil - nicht in Deutschland geboren worden sind. Größere Gruppen bilden SchülerInnen mit türkischen, pakistanischen, afghanischen Wurzeln oder auch aus der ehemaligen Sowjetunion (Ukrainer, Kirgisen, Kasachen usw.).
Im Schnitt werden ca. 20% Kinder mit Realschulempfehlung für den 5. Jahrgang angemeldet.
Die Schülerschaft der JBS ist wie oben skizziert überaus heterogen. Es müssen daher erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um dennoch eine Schulgemeinschaft zu bilden und möglichst viele auf unterschiedlichen Wegen zum Schulerfolg zu führen.
Der Musikzweig verbunden mit vielen musikalischen Aktivitäten ebenso wie die Organisationsform als „Offene Ganztagsschule“ mit den Nachmittagsaktivitäten und Förderangeboten sind Beispiele für unser Bemühen, den Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden.
Darüber hinaus besteht pädagogischer Konsens, dass unsere Perspektive die Förderung und nicht die Auslese ist.
Ein EVIT-Bericht liegt für die JBS noch nicht vor. Die Wiederholerquote in 2004 lag deutlich unter dem Landesschnitt von 2,3 %, soll jedoch mit o.g. Maßnahmen noch weiter gesenkt werden. Insgesamt geht es uns aber auch darum, dass die Leistungen der schwächeren SchülerInnen insgesamt verbessert werden – ein „Knapp-Ausreichend“ ist uns zu wenig.
Jedes Jahr eröffnen wir ca. 15 SchülerInnen die Möglichkeit, eine Klasse zu überspringen. Diese „acceleration“ wird vergleichsweise selten angenommen: ~1 – 2 SchülerInnen springen pro Schuljahr. Großen Zuspruch erhält hingegen alles, was als „enrichment“ angeboten wird.
Verwendung von Mitteln aus dem Förderfond
Folgende Verwendung der zusätzlichen Lehrerstunden ist geplant:
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Ein Kollege oder mehrere bilden sich in Bezug auf Diagnoseverfahren weiter, beschaffen Material, kümmern sich verantwortlich um die Erarbeitung und Implementierung von Diagnoseinstrumenten, schulen mit internen Fortbildungen das Kollegium, evaluieren die Wirksamkeit der Verfahren. (*3)
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Kenntnis der Arbeitstechniken und Verwendung adäquater Methoden sind unerlässlich für effektives selbständiges Arbeiten. Ein Kollege oder mehrere schreiben das schulinterne Curriculum fort, entwickeln weitere Methodikbausteine, die die KollegInnen abrufen können. Darüber hinaus organisieren sie Thementage zum Methodenlernen, schaffen damit Strukturen, auf die später zurückgegriffen werden kann. Die Kurzlehrgänge für SchülerInnen mit speziellen Defiziten werden inhaltlich erarbeitet, die Dokumentation steht in den Folgejahren allen zur Verfügung. (*3)
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Wir müssen ausprobieren, welche Maßnahmen geeignet sind, SchülerInnen mit Schwierigkeiten erfolgreich zu begleiten. Es besteht Fortbildungsbedarf, aber ebenso ist es nötig, unterschiedliche Strategien zu erproben, um nach erfolgter Evaluation „Leitlinien“ festzulegen, nach denen eine Intervention in der Regel erfolgt.(*6)
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Schüler und Schülerinnen, die an Lernen durch Lehren teilnehmen wollen, müssen geschult werden, ein Konzept muss entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Interessant wäre es gleichfalls, die Überlegungen zum „Lernlabor“ (vgl. Anlage) unserer Partnerschule den Verhältnissen an der JBS anzupassen und evtl. schulartübergreifend nutzbar zu machen. Zu prüfen ist, inwieweit sich hieraus Strukturen ergeben können, die die Durchlässigkeit für RealschülerInnen erhöhen. (*7)
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Eine Arbeitsgruppe aus KollegInnen der Karl-Sörensen-Schule und KollegInnen der JBS sollte gegründet werden. Die Arbeitsgruppe entwickelt, erprobt und dokumentiert Fördereinheiten, die den Übergang von der Realschule zum Gymnasium erleichtern und den Erfolg auf der Oberstufe sichern. (*1/9)
Nachhaltigkeit
Obwohl Lehrerstunden, die unmittelbar für Förderunterricht verwendet werden können, ebenfalls willkommen sind und mit Sicherheit den Erfolg der Stützangebote erhöhen würden, so bezieht sich unser Förderantrag im Wesentlichen auf Lehrerstunden, die unbedingt notwendig sind, um Strukturen zu schaffen und Materialien bereit zu stellen, die über den Förderzeitraum hinaus kompetente Förderung und effektive Unterstützung der SchülerInnen gewährleisten.
Pinneberg, den 25. 04. 2006
Johannes-Brahms-Schule - Pinneberg
Offene Ganztagsschule
Konzept
(Stand März 2004)
Grundsatzüberlegungen
Gesellschafts- und familienpolitisch ist das Ganztagsangebot eine notwendige Antwort auf grundlegende gesellschaftliche Veränderungen:
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Die Rolle der Frau hat sich verändert; sie ist keineswegs mehr festgelegt auf Haushaltsführung und Kinderbetreuung, sondern ist sich des eigenen Anspruchs auf eine berufliche Identität bewusst. Allerdings hat sich die Männerrolle nicht im gleichen Umfang geändert, sodass die Organisation der Kinderbetreuung und des Haushaltes vielfach in der Verantwortung der Frauen geblieben ist. Kinderwunsch und angestrebte Berufstätigkeit bewegen sich in dem Spannungsfeld, wie gut sich beides miteinander verbinden lässt. Vor allem gut ausgebildete Frauen machen die Realisierung ihres Kinderwunsches davon abhängig, welche Infrastruktur zur Betreuung vorhanden ist.
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Wirtschaftliche Veränderungen bewirken, dass in zahlreichen Familien die Berufstätigkeit beider Elternteile der Sicherung des Lebensstandards dient. Wünsche des höheren Konsums lassen sich gleichfalls nur verwirklichen, wenn beide Elternteile zum Familieneinkommen beitragen. In Pinneberg insbesondere gehört zum Lebensstandard die Schaffung von Wohnungseigentum hinzu. Unsicherheiten des Arbeitsmarktes führen ebenfalls dazu, dass möglichst beide Elternteile zur Absicherung der Familie die Berufstätigkeit auch während der Kindererziehungszeiten fortsetzen. Anders als noch in früheren Zeiten können Eltern bei der Kinderbetreuung nicht mehr im erheblichen Maße auf die Hilfe der Familie (Großeltern, Geschwister) zurückgreifen, vielmehr sind die Familie auf öffentliche Unterstüzung angewiesen, um Berufstätigkeit und Kindererziehung miteinander zu vereinbaren.
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Die Zahl der Alleinerziehenden ist gestiegen; die Berufstätigkeit der / des Erziehungsberechtigten ist meist zwingend gegeben. Gerade in diesen Familien fällt es schwer, die Kinderbetreuung zu organisieren, da auf kein weiteres Elternteil zurückgegriffen werden kann.
Bildungspolitisch ist die Ganztagsschule sinnvoll.
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Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen können immer weniger Kinder am Nachmittag zu Hause betreut werden, Alternativen gibt es in Pinneberg kaum. Daher bleiben die Kinder und Jugendlichen oftmals mehrere Stunden am Tag allein. Den Kindern und Jugendlichen fehlen Bezugspersonen, Gesprächspartner und Vorbilder genauso wie Anleitung zur Arbeit, Hilfe, Anregungen zur Freizeitgestaltung und Aufsicht. Dies kann in der Ganztagsschule pädagogisch abgefangen werden. Die Familien werden entlastet.
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Ein Betreuungs- und Förderangebot am Nachmittag kann die Chancengleichheit der Schüler verbessern. Kompensatorische Angebote sind geeignet, Kinder aus bildungsferneren Schichten zum Abitur zu führen und Wiederholungen zu vermeiden. Die Pisa-Untersuchung hat hier gerade für das Gymnasium große Mängel und deutlichen Handlungsbedarf festgestellt.
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Kompensatorische Angebote benötigen gleichfalls Schüler ausländischer erkunft. Die vollständige Integration kann am besten über ein erweitertes Schulangebot und über den schulischen Erfolg erzielt werden.
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Die Identifikation mit der Schule wächst, wenn sie durch das Ganztagsangebot mehr in den Mittelpunkt des Lebens gestellt wird. Schule und Freizeit sind nicht mehr strikt geschieden. Dadurch werden die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen verbessert (vgl. Schulprogramm).
Die Ganztagsschule schärft unser Schulprofil und dient der Umsetzung des Schulprogramms.
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Die JBS ist ein Gymnasium mit Musikzweig; insbesondere im musischen Bereich wollen wir die Schülerinnen und Schüler ausbilden und ihnen Erfahrungsmöglichkeiten bieten. Dazu sind Arbeitsgemeinschaften, Projekte und Proben am Nachmittag unumgänglich. Die enge Zusammenarbeit in diesem Bereich mit der Musikschule und dem Jugendzentrum ist gegeben, deren Ausweitung erstrebenswert.
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Im Schulprogramm ist festgehalten, dass wir auf unterschiedlichen Gebieten Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften anbieten wollen, um das Bildungsangebot zu verbessern. Zeit ist dafür nur am Nachmittag.
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Förderunterricht ist ein weiterer Aspekt des Schulprogramms. Nur im Anschluss an den Regelunterricht kann eine intensive Förderung – auch mit Außenstehenden – stattfinden.
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Hilfe beim Erwachsenwerden – auch dies findet sich im Schulprogramm – kann wirkungsvoller geleistet werden, wenn wir außerhalb des Unterrichts Zugang zu unseren Schülerinnen und Schüler finden
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Die Gesundheit unserer Schüler und Schülerinnen liegt uns am Herzen. Zum gesunden Aufwachsen ebenso wie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit gehören Bewegung und gesunde Ernährung. In Zusammenarbeit mit dem VfL kann ein motivierendes Sportprogramm die SchülerInnen über den Schulsport hinaus beweglich und fit machen. Mit dem Mensabetrieb erhalten SchülerInnen ausgewogene Mahlzeiten und weichen nicht auf Fast-Food aus. Zur Geschmacks- und Ernährungserziehung ist die Gewöhnung an hochwertiges Essen notwendig, gemeinsame Mahlzeiten sind zudem gemeinschaftsbildend.
Ergebnisse der Umfrage zur Ganztagsschule
Bevor konkrete Planungen begonnen wurden, haben wir uns vergewissert, ob überhaupt ein Interesse an einem Gymnasium mit offenem Ganztagsangebot in Pinneberg besteht. Die Umfrage wurde in den Jahrgängen 5 – 9 einschließlich durchgeführt, für ca. 610 SchülerInnen also.
Das Ergebnis zeigt, dass ein überraschend großer Bedarf für die Ganztagsschule besteht. Mehr als 300 der Eltern (ca. 40 – 45 %), wenn man den Bedarf für die künftigen 5. Klassen hochrechnet, bekunden ihr Interesse an der Ganztagsschule. Die Eltern wünschen sich speziell Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht. Darüber hinaus haben viele Interesse an Arbeitsgemeinschaften im musischen, naturwissenschaftlichen und vor allem sportlichen Bereich. Das Erlernen weiterer Fremdsprachen und Neigungskurse im Freizeitbereich sind ebenfalls nachgefragt.
Die Ganztagsschule wird für Montag bis Donnerstag gewünscht.
Ca. zwei Drittel der Eltern sind bereit, für ein zusätzliches Angebot zu zahlen.
Eltern, die kein Interesse an der Ganztagsschule haben, möchten dennoch teilweise, dass ihre Kinder in der Schule eine warme Mahlzeit bekommen. Auch Oberstufenschülerinnen und –schüler würden das Essensangebot nutzen. Ca. 150 Essen an vier Tagen der Woche sind realistisch.
Konsequenzen
Die gesellschaftlichen, bildungspolitischen Forderungen und die Bedarfslage bei den Eltern können nicht ignoriert werden. Es müssen in Pinneberg Ganztagsschulen entstehen. Gut wäre es, wenn Grund- und weiterführende Schulen zusammenarbeiten würden. Die enge Kooperation von GS Thesdorf, GS/HS Georg-Kerschensteiner, IGS Thesdorf und Johannes-Brahms-Schule bietet sich an. Auf diese Weise gibt es jeweils einen Schwerpunkt in Pinneberg-Nord und Pinneberg-Süd.
Die Eltern wollen, dass die Kinder am Nachmittag betreut (und nicht verwahrt) werden. Der schulische Erfolg der Kinder soll besser abgesichert werden (Hausaufgabenbetreuung, Förderunterricht); Sprachkenntnisse ist den Eltern wichtiger, als bislang gedacht. Die Eltern erkennen, dass darüber hinaus ihre Kinder Anregungen und Beschäftigungsangebote (musisch, naturwissenschaftlich, sportlich, Neigungskurse) erhalten müssen, um die Freizeit nicht nur konsumierend zu verbringen
Konzept
Mittagessen
Unverzichtbar für die Einrichtung der Offenen Ganztagsschule und für unsere Eltern ist das Mittagessenangebot. Die meisten Eltern halten einen Preis von 3 € pro Mahlzeit für angemessen.
Aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen sollte davon abgesehen werden, das Essen vor Ort zu kochen, sondern es aus einer Großküche oder dem benachbarten VfL-Heim anliefern zu lassen. Eine komplette, äußerst kostenträchtige Kantinenküche muss also nicht eingerichtet werden. Wärmeschränke, das Equipment zur Essensausgabe, Spülmaschinen, usw. reichen in diesem Fall. Der Mittagsbetrieb sollte professionell organisiert werden (über VfL-Heim, Pächter, angestellte HauswirtschafterIn, Honorarhilfskräfte, .....) und den Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft verpflichtet sein. Zusätzlich ist es denkbar, dass ehrenamtliche Kräfte mithelfen (z.B. Freiwilligenforum, Eltern), um die Essenspreise niedrig zu halten.
Neben der Mensa soll die Cafeteria unter der Leitung des Cafeteria-Vereins weiterhin bestehen und in den Mensabetrieb mit dem Frühstücksangebot einbezogen werden. Wenn gegen 12.30 Uhr die Cafeteria schließt, beginnt die Essensausgabe.
Neben einem warmen Mittagessen sollen ab Mittag Snacks (Salat, Suppe, Obst u.ä.) für diejenigen angeboten werden, die kein Mittagessen-Abo haben.
Die Aufsichtsfrage während der Essenszeit muss schulintern geklärt werden. Denkbar ist hier u.a. die Einbeziehung der Oberstufe, die Ordnungsaufgaben wahrnehmen kann.
Hausaufgabenbetreuung / Förderunterricht / Lernen lernen
Fast alle Eltern halten es für nötig, dass ihre Kinder über den Unterricht hinaus gefördert werden. Zu nutzen sind sicherlich im Nachmittagsbereich leer stehende Klassenräume für diese Art der Betreuung.
Die Beaufsichtigung und Betreuung der Hausaufgaben zählt zu den „Kernaufgaben“ des Elternhauses. Die BetreuerInnen müssten sich daher aus der Elternschaft rekrutieren oder von den Eltern (finanzielle Beteiligung) bezahlt werden. Die Organisation der Hausaufgabenbetreuung sollte u.U. an den Schulelternbeirat delegiert werden. Darüber hinaus gibt es vom Geschwister-Scholl-Haus die Bereitschaft, einen Teil der Betreuung (speziell Kinder mit deutlichen Problemen) in diesem Bereich zu übernehmen. Weitere Unterstützung könnte u.U. vom freiwilligen Forum oder über die VHS Pinneberg kommen. Hier sind Gespräche noch nötig.
Förderunterricht durch Lehrkräfte besteht für die Jahrgänge 5 und 6 (M, D, E) an der Schule, könnte u.U. noch ausgeweitet werden (z.B. wie im vergangenen Jahr durch Methodikkurse für Mittelstufenschüler/ Französisch 8. Klasse). Legasthenieförderung (Schule und Heilpädagogen / Trägerschaft: Elternverein) und Nachhilfeagentur (organisiert von Schülern für Schüler) ergänzen schon jetzt das Angebot am Nachmittag.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass den SchülerInnen ein motivierendes Lernumfeld zum eigenständigen Lernen angeboten wird. Im Rahmen der Erweiterung und Sanierung der JBS soll eine Oberstufen-/Lehrerbibliothek eingerichtet werden. Als Ergänzung für die Sekundarstufe II und Sek I wird ein Lern- und Kommunikationszentrum benötigt. Ein solches Zentrum ist ein wesentlicher Bestandteil, um SchülerInnen zum eigenständigen Lernen und zum weitgehend selbständigen Erledigen der Hausaufgaben anzuregen.
Ein Lern- und Kommunikationszentrum ist ein Raum, der gleichzeitig eine Art Bibliothek (vor allem Nachschlagwerke, Sachbücher, aber auch Belletristik), Medienzentrum (Auslage von Printmedien wie Tages-, Wochenzeitungen, Broschüren, Magazine / Internetzugang / PCs mit Nachschlagwerken wie Encarta), Arbeits- und Aufenthaltsraum ist. Der Raum ist mit individuellen Arbeitsplätzen und Arbeitsinseln für die Arbeit in Gruppen versehen. Ein Arbeitsplatz für einen Betreuer (Lehrkraft) ist vorzusehen.
Dieser Raum schafft zudem eine Voraussetzung für Gruppen- und Projektarbeit: Die SchülerInnen können recherchieren und dort arbeiten. Er sollte auch die Funktion einer „Permanence“ erfüllen, d.h. wenn für GanztagsschülerInnen eine Randstunde ausfällt, so gehen sie hierhin, um sich unter Aufsicht zu beschäftigen.
Im Nachmittagsbereich erledigen ältere SchülerInnen hier Hausaufgaben. Projekte und Veranstaltungen (Lesungen, Literatur-Café) im Lern- und Kommunikationszentrum fördern zusätzlich das Lesen der SchülerInnen (Pisa-Studie).
Der Vorschlag der Stadt Pinneberg zur Realisierung einer Mensa in Kombination mit dem Lern- und Kommunikationszentrum überzeugt in mehrfacher Hinsicht.
Ein Rücksprung in der hinteren Fassade zwischen „Fahrschülerraum“ und dem Klassenraum 102 soll geschlossen werden; der Klassenraum 102 wird baulich in diesen Bereich integriert. Dies ist ein kostengünstiger Vorschlag, denn 3 Seiten des Lern- und Kommunikationszentrums sind schon vorhanden, eine neue Fassade schließt die Nische ab. (Der Fahrschülerraum und der Klassenraum 102 müssen an einem anderen Ort, z.B. in einem Anbau wieder entstehen) Im Fahrschülerraum gibt es schon einen Wasseranschluss für den Mensabetrieb. Toiletten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Das Lern- und Kommunikationszentrum würde zusammen mit der Mensa am zentralen Ort der Schule entstehen. Der entstandene Bereich ist, obwohl er offen und großzügig sein wird, in verschiedene Funktionsbereiche zu gliedern, sodass einerseits gegessen, kommuniziert und gearbeitet werden kann.
Das Lern- und Kommunikationszentrum wird einen Ausgang zu einer kleinen Terrasse haben. Hier könnte – sofern die Schulkonferenz nicht ein generelles Rauchverbot in der Schule beschließt – eine Raucherzone entstehen. Der Innenhof soll nach der Neugestaltung eine rauchfreie Ruhe- und Rückzugszone für alle SchülerInnen und Lehrkräfte werden.
Das Lern- und Kommunikationszentrum ist in Richtung auf die bisherige Pausenhalle geöffnet, wird seitlich aber durch vorhandene Türen von dem übrigen Gebäude abgeschlossen.
Schärfung des Profils im musischen Bereich
Die Aktivitäten in diesem Bereich sind schon jetzt zahlreich, denn die Schule wird mit einem Musikzweig geführt und bietet darüber hinaus für alle SchülerInnen einen musischen Schwerpunkt an. Die musischen Aktivitäten finden vornehmlich im Nachmittagsbereich statt. Der Schwerpunkt könnte noch weiter ausgebaut und um weitere Aspekte ergänzt werden. Als Kooperationspartner bieten sich die Musikschule und das Jugendzentrum an. Beide Institutionen verfügen in Schulnähe über Räumlichkeiten, um Unterricht oder Projekte durchzuführen. Das Jugendzentrum wird unser Angebot um einige Aspekte bereichern können (Filmclub, Darstellendes Spiel, Werken und Drucken). Die Bereitschaft und das entsprechende Konzept dazu sind vorhanden. Allein es fehlt an einem geeigneten Raum, Projektergebnisse (Aufführungen) zu präsentieren. Sicherlich kann für einzelne Aufführungen auf andere Räumlichkeiten (Ratssaal, Kirchen, VfL, Cap Polonio, Landdrostei) zurückgegriffen werden; entsprechende Zusammenarbeit gibt es schon mit dem Geschwister-Scholl-Haus, der Rellinger Kirchengemeinde (Weihnachtskonzert) und ist mit der Christuskirche in Pinneberg für ein Konzert angebahnt. Dennoch ist es für eine Schule wichtig, über eine Bühne und einen Versammlungsraum in der Schule verfügen zu können, denn die Schule lebt von Veranstaltungen in der Schule selbst. Das notwendige Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulgemeinschaft wird auf diese Weise geschaffen.
Im Schulprogramm ist neben der Stärkung des musischen Profils auch festgehalten, dass die Schule sich für die Gesellschaft öffnen und Veranstaltungen politischer, kultureller und wissenschaftlicher Art in der Schule ausrichten soll (Podiumsdiskussionen, Lesungen, Vorträge, Tee und Texte). Hierin wird ein Beitrag zur ganzheitlichen Erziehung gesehen. Insbesondere auch die Organisation solcher Veranstaltungen ist für ältere SchülerInnen eine wichtige Erfahrung und nur im (hier ebenfalls schon de facto vorhandenen) Ganztagsbetrieb auszuführen.
Der notwendige Bühnen- , Proben- und Versammlungsraum soll nach dem Entwurf des Pinneberger Bauamtes aus der vorhandenen Pausenhalle – eine Bausünde und bislang kaum nutzbar – entstehen und mit Mensa und Lern- und Kommunikationszentrum das innere Zentrum der Schule bilden.
Unterstützt wird der Charakter des Zentrums dadurch, dass sich in unmittelbarer Nähe so wichtige Unterrichtsräume wie Kunstraum, Musikraum (der auch für kleinere Veranstaltungen genutzt wird) und Computerräume befinden. Diese zentrale Funktion des Bereichs könnte weiter akzentuiert werden, indem die mit der Erweiterung geplante Lehrer-/Oberstufenbibliothek (laut Planung im Untergeschoss in den Räumen 006 – 007) sich direkt an die Pausenhalle anschließt (vgl. unten).
Mit diesen baulichen Veränderungen wird die Johannes-Brahms-Schule in die Lage versetzt, ein qualitativ hochrangiges Ganztagsangebot zu offerieren und erhält in der Schule einen Mittelpunkt, wo weite Teile des Schullebens stattfinden, wo Kooperation und Miteinander gefördert werden, wo Schule zum Lebensraum wird.
Motivation für Naturwissenschaften / Umsetzung Schulprogramm
Im Nachmittagsbereich laufen schon jetzt Arbeitsgemeinschaften mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung. Gleichfalls stellen Eltern den SchülerInnen ihre Fachkenntnisse in Arbeitsgemeinschaften oder Aktionstagen zur Verfügung. Das Angebot könnte noch erweitert werden.
Zusätzlicher Raum ist dazu nicht nötig, allerdings muss die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Abteilungen verbessert werden. Im Rahmen der Sanierung wird eine Verbesserung erzielt werden. Darüber hinaus reicht das Schulbudget nicht aus, im größerem Umfang Ausstattungsgegenstände und Verbrauchsmaterial bereit zu stellen. Daher muss die Schulgemeinschaft Anstrengungen unternehmen, mit Spendenaufrufen, Sponsoren und Selbsthilfe die Ausstattung zu verbessern. Erste Schritte sind schon ausgeführt.
Sport-Arbeitsgemeinschaften
Aus der Umfrage wird deutlich, dass die Eltern dem Sport einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Über den Unterricht hinaus wünschen sich die Eltern im starken Maße Angebote im Sport-Bereich.
Da die Hallen-Kapazitäten fehlen, kann der Bedarf an Sport-AGs nur im geringen Maße werden. Die Errichtung einer Sporthalle aus dem IZBB wäre zwar wünschenswert, ist jedoch utopisch. Ein wenig Abhilfe könnten veränderte Nutzungs- oder Mitnutzungszeiten der Johannes-Brahms-Schule in anderen Sporthallen bringen. Die Stadt könnte auch helfen, wenn uns z.B. am Nachmittag Schwimmzeiten zugestanden würden.
Trotz der mangelhaften Sportstättensituation laufen nachmittags Sport-AGs. Lehrkräfte, Eltern und ältere Schüler leiten diese. Grundsätzlich ist der VfL bereit, weitere Angebote am Nachmittag zu machen und mit der JBS eng zusammenzuarbeiten.
Weitere Anforderungen an die Räumlichkeiten (Notwendige Finanzierung durch IZBB)
Die Front der Schule am Fahltskamp muss Richtung Cap Polonio verlängert werden. Die Baukosten sind auch hier relativ niedrig denn eine Nische im bestehenden Baukörper wird geschlossen. Die Räume sind für den Ganztagsbetrieb notwendig:
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Im Untergeschoss (wg. der Hanglage ebenerdig) muss ein Eingang entstehen (Brandschutz / Fluchtweg), daneben ist ein zusätzlicher Raum für ca. 250 Schließfächer nötig, denn die GanztagsschülerInnen müssen die Möglichkeit haben, ihre Sachen für einen Tag sicher zu verwahren.
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Für die Legasthenie- und heilpädagogische individuelle Förderung von SchülerInnen ist ein Raum nötig, der hinsichtlich der besonderen Bedürfnisse eingerichtet ist. Die Nutzung eines leerstehenden Klassenraums am Nachmittag ist nicht möglich, denn zum einen soll eine anregende, behütende Atmosphäre vorhanden sein, zum anderen werden spezielle Materialien und Unterrichtsgegenstände gebraucht. Bislang ist die Förderung in einem Raum untergebracht, der im Zuge der Sanierung und Erweiterung der Johannes-Brahms-Schule entfällt.
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Gleiches gilt für die Nachhilfe-Agentur der Schüler. Dieser Raum könnte gleichzeitig eine Lernsoftware-Bibliothek sein, in der SchülerInnen selbständig mit geeigneter Lernsoftware entweder ergänzend zum Unterricht (z.B. Grammatiktrainer zum Französisch-Lehrbuch), memorierend und übend (z.B. Rechtschreib-Trainingsprogramme für Deutsch) oder forschend-entdeckend (z.B. Astronomie-Programm) ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern können. Dieser Raum muss verschlossen sein, der Zugang und die Nutzung muss kontrolliert werden, um Diebstählen vorzubeugen.
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Für den Klassenraum 102 und den Fahrschülerraum muss Ersatz geschaffen werden.
Zeitraster
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Zeit |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
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8.00 – 12.35 / 13.15 / 14.05 (für ältere Schüler) |
Unterricht |
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12.45 – 14.30 |
Mittagessen |
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ab 13. 45 - 15.00 |
Unterricht, Hausaufgaben, FörderU |
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ab 14.10 – 16.00 |
AG |
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Schlussbemerkung
Im nicht unerheblichen Umfang ist die JBS mit ihrem umfangreichen Unterrichts-, AG-, und Förderangebot schon jetzt eine Ganztagsschule. Mit der Entwicklung zur „Offenen Ganztagsschule“ würde das bestehende Angebot pädagogisch systematisiert und erweitert. In Verbindung mit dem Mittagessen und der verlässlichen Betreuung über den vereinbarten Zeitraum würde die JBS wesentlich zur Entlastung der Familien und zur Verbesserung von Bildungschancen beitragen.
Alle Gremien der Schule unterstützen nachdrücklich diese Entwicklung und sind bereit, aktiv zur Umgestaltung beizutragen.
Die Wandlung der JBS in eine Offene Ganztagsschule ist ein großes Projekt, das der Unterstützung Vieler bedarf. Nicht nur, dass Kooperationen eingegangen werden müssen, sondern es sind auch viele ehrenamtliche Helfer, Unterstützer und Sponsoren nötig, um das Regelschulangebot zu erweitern. Dadurch wird sich die Schule fast zwangsläufig öffnen und mit örtlichen Institutionen verzahnen. Die Position der Schule innerhalb einer Kommune bestimmt sich auf diese Weise neu; die Schule und die Kommune können dabei nur gewinnen.
Möglich wird dies aber erst, wenn der JBS Mittel aus dem IZBB zur Verfügung gestellt werden. Die vorgelegten Ausbauwünsche der Schule erscheinen maßvoll. Mit einigen Änderungen wird aus Vorhandenem größtmöglicher Nutzen gezogen, der angesichts der Bedarfslage an der JBS einen hohen Wirkungsgrad hat. Hier kann mit verhältnismäßig wenig Einsatz außerordentlich viel erreicht werden.
Pinneberg, den 1. März 2004
Berufsbildungskonzept Methodenkonzept