Eine Schülerin berichtet...
Vom 15. bis 21. März 2026 reisten wir im Rahmen des Erasmus+-Projekts „AI & Us“ mit der Bahn nach Göteborg in Schweden. Nur drei Wochen zuvor waren die schwedischen Schülerinnen und Schüler bei uns in Deutschland zu Gast, umso schöner war es, sie nun wiederzusehen und den Austausch weiterzuführen.

Vor Ort wurden wir von unseren Gastfamilien sehr herzlich aufgenommen. Während der Woche lebten wir bei ihnen und konnten so den schwedischen Alltag hautnah miterleben. Gleichzeitig sind viele neue Freundschaften entstanden und bestehende Kontakte wurden weiter vertieft.
Ein zentraler Bestandteil der Woche war die gemeinsame Projektarbeit an der Önneredsskolan. In internationalen Teams entwickelten wir eigene App-Ideen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen beschäftigen. Dabei arbeiteten wir unter anderem mit digitalen Tools wie Google Gemini, Canva, Notebook LM etc. Ziel war es, kreative und gleichzeitig realistische Lösungen zu entwickeln.
Ein besonders schöner Start in die Woche war der erste Abend in Schweden: Direkt nach unserer Ankunft organisierten die schwedischen Gastfamilien selbst eine gemeinsame Welcome-Party. Bei leckerer Pizza konnten sich alle in entspannter Atmosphäre unterhalten und die Gastfamilien kennenlernen. Anschließend gingen wir mit unseren Gastfamilien nach Hause, wo wir den Abend gemeinsam ausklingen ließen und uns noch besser kennenlernen konnten.

Zu Beginn der Woche bekamen wir zunächst eine Führung durch die Schule, bei der wir die Önneredsskolan und ihren Alltag besser kennenlernen konnten. Danach starteten wir direkt mit der ersten Arbeit in unseren internationalen Projektgruppen.



Nach der Projektarbeit stand eine Stadtrallye durch Göteborg auf dem Programm. In kleinen Teams erkundeten wir die Stadt, lösten Aufgaben und lernten dabei nicht nur die Umgebung besser kennen, sondern arbeiteten auch eng zusammen. Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, um gemeinsam in der Stadt zu bleiben, uns umzusehen und die Atmosphäre zu genießen.

Ein besonderes Highlight war unser Besuch im Universeum, einem großen Science Center mit vielen interaktiven Ausstellungen. Dort hatten wir zunächst die Möglichkeit, in der beeindruckenden Wisdome-Kuppel einen spannenden 3D-Film zu schauen zum Thema Weltraum, Natur und Wissenschaft. Danach konnten wir uns frei im Museum umsehen. Besonders spannend waren die Aquarien mit Haien und anderen Meerestieren sowie der Bereich mit Schlangen und verschiedenen Reptilien. Außerdem gab es Bereiche, in denen man Tiere hautnah erleben konnte.



Außerdem besuchten wir das Museum der Weltkulturen. Dort lag der Fokus auf verschiedenen Formen von Spielen aus unterschiedlichen Kulturen. Wir konnten Spiele ausprobieren, die teilweise schon über 2000 Jahre alt sind, und auch originale, sehr alte Exemplare sehen. Einige davon haben wir gemeinsam als Gruppe getestet, sowohl in größeren Runden als auch in kleineren Teams. Danach hatten wir noch Zeit, weitere Spiele auszuprobieren und uns frei umzusehen.


Wir waren auch an einer Universität in Göteborg, wo wir gemeinsam weiter an unseren Präsentationen gearbeitet haben.

Anschließend besuchten wir das World of Volvo. Dort konnten wir uns verschiedene, vor allem ältere Volvo-Modelle anschauen und viele interaktive Angebote ausprobieren und die Rolle von KI bei der Entwicklung von modernen und innovativen Autos. Dazu gehörte unter anderem auch die Möglichkeit, selbst einen Bagger zu steuern. Außerdem gab es einen Fahrsimulator, VR-Brillen und Windtests, bei denen man selbst aktiv werden konnte.


Am nächsten Tag waren wir dann in der Volvo-Fabrik. Dort sind wir mit einer kleinen Bahn durch die Produktionshallen gefahren und konnten sehen, wie die Autos gebaut werden und wie die verschiedenen Produktionsprozesse ablaufen und alle "TOP SECRET". Dabei ging es auch viel um Innovation und Nachhaltigkeit in der modernen Automobilindustrie. Außerdem gab es einen spannenden Vortrag. Zum Abschluss hatten wir noch die Möglichkeit, neue Volvos zu testen und weitere VR-Anwendungen auszuprobieren und als Schülerinnen und Schüler selbst futuristische Ideen für Volve vorschlagen.
Außerdem haben wir am regulären Unterricht teilgenommen und dabei verschiedene Klassen besucht. So konnten wir das schwedische Schulsystem besser kennenlernen. Anschließend haben wir alle zusammen in der „Bamba“ zu Mittag gegessen. Danach haben wir weiter an unseren Präsentationen gearbeitet und unsere Projekte fertiggestellt. Diese wurden anschließend in einem „Shark Tank“-ähnlichen Format vorgestellt, bei dem wir unsere Ideen präsentiert haben.
Am Abend fand dann die Farewell-Party statt, die als Taco-Party gestaltet war. Neben der Präsentation der erstellten APP an die Eltern, erhielt jede schwedische und jede deutsche Schülerin bzw. jeder Schüler eine Auszeichnung/Zertifikat für den Austausch. Danach haben wir noch zusammen Zeit verbracht, geredet und den letzten Abend genossen.

Ein besonders wichtiger Teil des Austauschs war das Zusammenleben mit den Gastfamilien sowie die Zusammenarbeit in internationalen Teams. Dadurch konnten wir nicht nur unseren Alltag miteinander teilen, sondern auch unsere Kommunikationsfähigkeit und unser Englisch deutlich verbessern. Vor allem haben wir viel über andere Perspektiven, Gewohnheiten und Lebensweisen gelernt.







Auch wenn das Programm teilweise ziemlich voll war, gab es immer wieder genug Zeit, um die Erlebnisse zu verarbeiten, sich auszutauschen und einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Genau diese Mischung aus Aktivitäten, Projektarbeit und Zeit mit den Gastfamilien hat die Woche so besonders gemacht.
Insgesamt war der Austausch für uns Schülerinnen und Schüler eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir haben nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen und viele Eindrücke mitgenommen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Ein großes Dankeschön geht an unsere Partner an der Önneredsskolan, die engagierten Gastfamilien und alle Lehrkräfte, die dieses Erasmus+-Projekt möglich gemacht und zu einer so besonderen Erfahrung beigetragen haben.
Insgesamt war der Austausch eine intensive und abwechslungsreiche Erfahrung. Neben der Projektarbeit standen vor allem der interkulturelle Austausch, die Zusammenarbeit im Team und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt.
Die Woche hat gezeigt, wie viel man voneinander lernen kann – fachlich, aber auch persönlich. Wir nehmen viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Erinnerungen mit nach Hause.
Sarah Bender, 9fM
Testimonials:
"Der Schüleraustausch nach Schweden war insgesamt eine spannende Erfahrung für mich. Besonders interessant fand ich es, den Alltag und die Schule in einem anderen Land kennenzulernen. Ich habe viele neue Leute getroffen und konnte mein Englisch im Alltag benutzen. Auch wenn nicht immer alles perfekt für mich lief, habe ich trozdem viel gelernt und viele neue Eindrücke gesammelt. Insgesamt war es eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde. Einen Schüleraustausch würde ich also uaf jeden Fall weiterempfehlen." Hannah Eilts
"I had a lot of fun in Sweden. I loved all the activities we did. My favourite activity was prbably the trip to the Volvo factory, which Gothenburg is so known for. We got a ride through the factory an were able to see the cars being built. I also loved getting to know the swedish culture and discovering the differences between Germany and Sweden. I tried a few swedisch dishes and visited many nice places in Gothenburg. Although I also made some experiences in the school which weren't that good. But I learned to be greatful for how the school in Germany is. But overall I had a really nice time". Yovela Hope
"For me, this exchange was a great opportunity to learn the swedish culture and school. One aspect that I really enyojed were the interactive museums. I feel that germany has a lot of Museums that only allow the visitors to look at the exhibitions and not to actually experience them through interacting with them. Another very fun thing was working on our apps. Never before have I thought about making my own app and all the problems that come up while coding it. Even though there was a small incident I am able to learn from it and made me be more appreciative of our school and our environment. Overall this was an amazing adventure that I would definetly do again". Amelie Triskatis
"I really enjoyed the exchange week in Gothenburg. Especially I'm really thankfull for my host family, who welcommed and cared for me a lot. But also the week with all the activities and adventures was really fun. We were in the World of Volvo wich was one of my favourite activies. On the evenings I spend time with my host family, cooking talking or playing Mario Cart or we spend time with friends of my swedish exchange girl. On thursday we went to a sauna and enjoyed the sunset. We even jumped in the ice cold water. During this week I grew a lot and learned to handle and organize things on my own. Due to some challenging incident at school, I learned how to appreciate the JBS, meaning the teachers, students and the system even more. Overall, I'm really thankfull for getting to experience this exchange". Sarah Bender
"Our trip to Göteborg offered a valuable insight into the Swedish school system. Observing everyday school life allowed us to better understand the whole system such as the relationship between teachers and students, often more informal, yet built on mutual respect and responsibility. I really appreciated that and also showed me that I am on the right path as a teacher. It was especially interesting to compare our own ideas about schools in Sweden with the reality we experienced on site. What stood out the most was how quickly students connected with one another, forming friendships across cultures and working together on their own apps with great enthusiasm and openness. An inspiring experience that gave us plenty of new perspectives to reflect on!" Cristina CostaThiele (Project Coordinator)
