Vom 14. bis 20. September 2026 durften wir neun Schülerinnen und Schüler unserer portugiesischen Partnerschule, der Escola Secundária José Macedo Fragateiro in Ovar, an der Johannes-Brahms-Schule begrüßen.

Nach unserem Besuch in Portugal im Mai war es nun Zeit für den Gegenbesuch: Eine Woche lang lernten unsere portugiesischen Gäste nicht nur den Schulalltag an der JBS kennen, sondern entdeckten gemeinsam mit ihren deutschen Partnerinnen und Partnern auch Hamburg und Berlin.

Ein besonders schöner Auftakt war unsere gemeinsame Welcome Party, die wir zusammen mit einer norwegischen Schülergruppe feierten, die zur selben Zeit an unserer Schule zu Gast war. So wurde gleich zu Beginn deutlich, was internationale Begegnung an der JBS bedeutet: Jugendliche aus mehreren europäischen Ländern kamen miteinander ins Gespräch, lernten sich kennen und starteten gemeinsam in eine ereignisreiche Woche.

portugal norway

Im Mittelpunkt der Woche standen Begegnung, gemeinsames Lernen und die Frage, wie wir unsere Schulen und unsere Gesellschaft nachhaltiger, inklusiver und zukunftsfähiger gestalten können. Im Unterricht und bei gemeinsamen Projektaktivitäten tauschten sich die Jugendlichen über ihre Erfahrungen in Deutschland und Portugal aus und arbeiteten an Themen, die auch in unseren europäischen Projekten eine wichtige Rolle spielen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch bei „Dialog im Dunkeln“ in Hamburg. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler für eine kurze Zeit ihren Alltag ohne Sehvermögen. Die Erfahrung bot einen eindrucksvollen Ausgangspunkt für Gespräche über Inklusion, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe. Auch außerhalb der Ausstellung untersuchten die Jugendlichen, wie zugänglich eine Großstadt wie Hamburg für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen ist.

Kreativ und eindrucksvoll wurde es beim Besuch des Port des Lumières, wo Kunst, Musik und digitale Projektionen zu einem besonderen Erlebnis verschmelzen. Neben dem gemeinsamen Erkunden Hamburgs blieb selbstverständlich auch Zeit für persönliche Begegnungen und das Kennenlernen des Alltags in den Gastfamilien.

Ein weiterer Höhepunkt war unser gemeinsamer Tag in Berlin. Im Futurium beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Zukunftsfragen rund um Gesellschaft, Klima und Technologie. Anschließend standen zentrale Orte der deutschen Geschichte und Demokratie auf dem Programm: das Regierungsviertel, der Reichstag, das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und die East Side Gallery. Dabei ging es nicht nur um historische Fakten, sondern auch um Fragen nach Demokratie, Freiheit, Verantwortung und Erinnerungskultur.

gruppenfoto berlin

Gerade diese gemeinsamen Erfahrungen machen deutlich, worum es bei Erasmus+ und eTwinning geht: Jugendliche begegnen sich über Ländergrenzen hinweg, lernen unterschiedliche Perspektiven kennen, kommunizieren in einer Fremdsprache und beschäftigen sich gemeinsam mit Fragen, die unsere europäische Zukunft betreffen.

Aus Projektpartnern werden dabei häufig Freunde – und Europa wird von einer abstrakten Idee zu einer persönlichen Erfahrung.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren portugiesischen Gästen, den beteiligten Lehrkräften und insbesondere bei unseren Gastfamilien, die diese Woche durch ihre Offenheit und Gastfreundschaft überhaupt erst möglich gemacht haben.

Muito obrigada – und bis bald in Ovar oder Pinneberg!

 

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