Wie prägen Sprache, Musik und Kunst die Welt und unser Denken - und wie prägt die Welt sie wiederum?

Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Schule gemeinsam mit ihren Partnern aus Frankreich, Portugal, Spanien, Griechenland, Kroatien und der Türkei im Rahmen des internationalen eTwinning- und Erasmus+-Projekts „One World, Many Voices“.

Room empty w o visitors

Den feierlichen Abschluss des Projekts bildete am 10. und 11. Juni 2026 eine internationale Ausstellung im Erasmus+-Raum der Johannes-Brahms-Schule. Über mehrere Monate hinweg hatten die Jugendlichen in internationalen Teams geforscht, diskutiert, kreative Produkte entwickelt und sich intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandergesetzt.

Die Ausstellung war in zehn Expert Corners gegliedert, die von den Schülerinnen und Schülern selbst gestaltet und betreut wurden. Im Mittelpunkt standen Themen wie Identität, Migration und kultureller Austausch, Gender Representation, Klimawandel, Künstliche Intelligenz, Protestkunst, Mehrsprachigkeit, Stereotype und Popkultur sowie sprachliche Diskriminierung.

Exp corner e

Exp G and I

message to the world

Gastgeber der Ausstellung waren die Schülerinnen und Schüler des WPU Europa II (Jahrgang 9 und 10) sowie des Sprachprofils (Eb) und gezielt eingeladen waren die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs sowie des E-Jahrgangs.  Als Projektteilnehmende führten sie die Besuchergruppen durch die Ausstellung, präsentierten die Inhalte der Expert Corners und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Dadurch wurden sie selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern des eTwinning- und Erasmus+-Projekts „One World, Many Voices“.

Besucherinnen und Besucher konnten sich nicht nur informieren, sondern die Themen auch aktiv entdecken. Neben Informationspostern präsentierten die internationalen Teams Podcasts, Videos, Kunstwerke, Songs, Gedichte, Quizze und zahlreiche interaktive Stationen. Über QR-Codes erhielten die Gäste Zugang zu weiteren digitalen Inhalten, die gemeinsam mit den Partnerschulen entwickelt wurden.

ex 6

Ein besonderes Highlight war die interaktive Maskenaktivität „My Inside / My Outside“. Die Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, über ihre eigene Identität nachzudenken und sichtbar zu machen, was andere Menschen an ihnen wahrnehmen und was sie selbst in ihrem Inneren ausmacht. Während die Außenseite der Maske Eigenschaften und Merkmale zeigte, die von außen sichtbar sind, bot die Innenseite Raum für persönliche Gedanken, Werte, Gefühle und Träume. Die entstandenen Masken machten die Vielfalt unserer Schulgemeinschaft sichtbar und griffen zugleich eines der zentralen Themen der Ausstellung auf: die Frage nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstwahrnehmung.

Ex2 Masken

Ex 4 masks

Begleitend zur Ausstellung wurden außerdem Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte interviewt. In den Gesprächen berichteten sie über ihre Erfahrungen im Projekt, die internationale Zusammenarbeit und die Bedeutung der behandelten Themen. Aus diesen Interviews entsteht derzeit ein Film, der die Ausstellung, die Entstehung der Projekte und die Stimmen der Beteiligten dokumentiert. Der Film wird nach Fertigstellung auf der Schulwebsite veröffentlicht und dient als nachhaltige Dokumentation des eTwinning- und Erasmus+-Projekts „One World, Many Voices“.

Ein besonderes Highlight war die Unterstützung durch zwei Schülerinnen unserer Partnerschule Lycée Sainte-Thérèse in Quimper (Frankreich), die sich derzeit im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs an der Johannes-Brahms-Schule aufhalten. Sie wirkten aktiv an der Ausstellung mit und bereicherten das Projekt durch ihre internationalen Perspektiven und Erfahrungen.

Die Ausstellung endet jedoch nicht mit den beiden Präsentationstagen. Auch in den kommenden Wochen haben weitere Klassen die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen und die verschiedenen Expert Corners zu erkunden. Die zahlreichen Poster, Podcasts, Videos, Kunstwerke und interaktiven Materialien bieten eine wertvolle Grundlage für den Unterricht in verschiedenen Fächern wie Englisch, Deutsch, Geschichte, WiPo, Kunst oder Musik. Lehrkräfte können die Inhalte gezielt in ihren Unterricht einbinden und für mehrere Unterrichtsstunden nutzen. Auf diese Weise bleiben die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler nachhaltig sichtbar und wirken weit über die eigentlichen Ausstellungstage hinaus.

Das Projekt verdeutlichte eindrucksvoll die Chancen des projektbasierten Lernens. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten über einen längeren Zeitraum selbstständig an komplexen Fragestellungen, übernahmen Verantwortung für ihre Ergebnisse und präsentierten diese einem authentischen Publikum. Gleichzeitig erforderte die internationale Zusammenarbeit ein hohes Maß an Kommunikation, Organisation und Teamarbeit. Trotz dieser Herausforderungen entwickelten die Jugendlichen wichtige Kompetenzen für ihre persönliche und schulische Zukunft und sammelten wertvolle Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen aus ganz Europa.

Die internationale Ausstellung war weit mehr als die Präsentation von Projektergebnissen. Sie zeigte eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit im Schulalltag gelebt werden kann und wie junge Menschen lernen, über Ländergrenzen hinweg gemeinsam an wichtigen Fragen unserer Zeit zu arbeiten.

Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie unseren internationalen Partnern, die dieses Projekt mit großem Engagement, Kreativität und Offenheit gestaltet haben.

One World, Many Voices – viele Sprachen, viele Perspektiven, eine gemeinsame Zukunft.

Cristina Costa Thiele

Erasmus+ Koordinatorin

eTwinning1

Project financed by:

Logo erasmus neu