presse foto Erinnern aber wie

Am 23. Juni 2026 präsentierten Schülerinnen und Schüler der Klasse Efg der Johannes-Brahms-Schule die Ergebnisse ihres fächerverbindenden Projekts zur Erinnerungskultur am Pinneberger Bahnhof. Im Mittelpunkt stand die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Stele gegenüber dem Empfangsgebäude, deren Inschrift und Gestaltung bis heute Fragen aufwerfen.

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Unter der Leitfrage „Erinnern – aber wie?“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Musik- und Geschichtsunterricht mit der Geschichte, Wirkung und heutigen Bedeutung des Denkmals. Dabei wurde deutlich: Erinnerungsorte dürfen nicht stumm bleiben. Sie brauchen Einordnung, Erklärung und eine kritische Auseinandersetzung, damit Geschichte sichtbar und verständlich bleibt.

Zur Präsentation der Projektergebnisse wurde vor Ort ein neues Banner enthüllt, das auf die problematische Botschaft der Stele aufmerksam macht. Außerdem stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Arbeitsergebnisse vor: den eigens entwickelten Song „Seid Menschen“, einen Informationsflyer, eine Auseinandersetzung mit dem Pinneberger Ehrenmal, einen Podcast sowie das Videoformat „Fakt oder Fake?“, das sich mit Desinformation, Geschichtsverfälschung und Holocaust-Verharmlosung in sozialen Medien beschäftigt.

 

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Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Beitrag „Sage Nein“ begleitet, der sich inhaltlich an das bekannte Antikriegslied von Konstantin Wecker anlehnt. Damit verbanden die Schülerinnen und Schüler historische Reflexion mit einer klaren Botschaft für die Gegenwart: Erinnern bedeutet nicht nur zurückzublicken, sondern Verantwortung zu übernehmen, Haltung zu zeigen und Menschlichkeit zu stärken.

Unterstützt wurde das Projekt von Musiklehrerin Ortrud Borchardt und Geschichtslehrer Florian Bardolatzi. Auch Vertreter der Mahnmalinitiative Pinneberg waren vor Ort und würdigten die Arbeit der Jugendlichen als wichtigen Beitrag zur lebendigen Erinnerungskultur in Pinneberg.

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Mit ihrem Projekt zeigen die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie schulische Arbeit über den Klassenraum hinauswirken kann. Sie machen Geschichte sichtbar, regen zum Nachdenken an und setzen ein Zeichen gegen Kriegsverherrlichung, nationalsozialistische Propaganda und das Vergessen.

Weitere Informationen, Fotos und Projektergebnisse finden sich auf der Projektseite:
„Seid Menschen!“ – JBS setzt ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit

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